Ein Zugang für alle
Barrierefreiheit beschreibt den Grad, zu welchem ein Produkt von so vielen Menschen wie möglich benutzt werden kann. Wir folgen dem Paradigma des universellen Designs, welches Barrierefreiheit als übergreifende Lösung versteht, von welcher alle Benutzer profitieren, unabhängig von einer vorhandenen Behinderung.
Universelles Design und Barrierefreiheit
Universelles Design hat sich aus dem Konzept der Barrierefreiheit entwickelt. Es ist eine Herangehensweise zur Entwicklung von Produkten, Websites und Dienstleistungen, die das Ziel verfolgt, eine Lösung für alle zu erarbeiten und nicht auf Sonderentwicklungen zurückzugreifen. Insbesondere aufgrund des demographischen Wandels hin zu immer mehr älteren Menschen, wird universelles Design zunehmend an Bedeutung gewinnen. Weder Behinderte noch ältere Menschen sind an Spezialprodukten interessiert. Es gilt, übergreifende, universell gültige Lösungen zu finden.
Noch nicht überzeugt von universellem Design? Mehr zu den Vorteilen der Barrierefreiheit.
In Deutschland gilt die BITV - Barrierefreie Informations-Technik-Verordnung zur Umsetzung des §11 BGG, 2002. Dieses basiert ausdrücklich auf den Zugangsrichtlinien des WCAG 1.0 und orientiert sich an dessen Prioritätsstufen A-AAA. Wir beraten Sie gerne wie Sie die drei Prioritätsstufen erreichen können, was deren Anforderungen im Detail sind und übersetzen Ihnen die Fachsprache in konkrete Handlungsempfehlungen.
In der Schweiz ist seit dem 1.1.2004 ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) im Zusammenhang mit der Behindertengleichstellungsverordnung (BehiV) in Kraft. Nach Art. 10 BehiV müssen Internetangebote des Bundes explizit so gestaltet sein, dass behinderte Menschen diese barrierefrei nutzen können. Dieser Standard schreibt vor, dass alle Websites des Bundes (Kreise 1 und 2), die neu erstellt werden, die Konformitätsstufe AA der WCAG 1.0 (Web Content Accessibility Guidelines) erreichen müssen. Inwzischen wurden vom W3C die WCAG 2.0 herausgegeben. Inwieweit diese auch in der Schweiz in Kraft treten, wird derzeit diskutiert.
Mehr zu dem Thema: Barrierefreiheit Analyse.
Barrierefreiheit – nicht nur eine Code-Frage
Bei Diskussionen über Barrierefreiheit geht es oft um Style Sheets, Codestruktur und Metadaten. Barrierefreiheit und Universal Design umfassen jedoch weitaus mehr - beginnend mit einer spezifischen Anforderungsanalyse:
- Was muss berücksichtigt werden, damit das Produkt nicht nur barrierefrei ist, sondern auch von den Benutzern akzeptiert wird?
- Widerspiegeln die Texte und Begrifflichkeiten die Erwartungen und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe?
- Welche speziellen Design Anforderungen müssen berücksichtigt werden?
- Welche User Experience streben Sie an?
Wir können Sie in allen Projektphasen begleiten, von der Anforderungsanalyse und dem User Research, über visuelles Design bis hin zur technischen Implementierung, um ein universelles Design zu erreichen.